Matchbericht AS Italiana - 2. Liga 3:2 (2:0)

Das Warten auf den Befreiungsschlag

 

Am Samstag auf dem Sportplatz Weissenstein stand das nächste bedeutende und prestigeträchtige Duell auf dem Programm. Unsere 1. Mannschaft nahm beim eingespielten und leidenschaftlichen AS Italiana einen weiteren Anlauf, endlich die ersten Punkte der laufenden 2. Liga-Meisterschaft zu gewinnen. Nach einer schwachen und fehlerhaften ersten Halbzeit entwickelte sich diese klare Zielvorgabe zu einem äusserst schwierigen Unterfangen. Der FCW unterliegt einem abgeklärt, kompakt und spielfreudig agierenden AS Italiana verdient mit 2:3.

 

Nach einer zähen Startphase mit kaum Spielfluss eröffnete sich AS Italiana in der 8. Minute die erste sehr gute Tormöglichkeit. Der FCW präsentierte sich zu Beginn zwar optisch auf Augenhöhe, agierte bei seinen Offensivbemühungen aber zu oft mit langen Bällen und überliess dem stärker werdenden Heimteam immer mehr Platz und Zeit. So wurde Wylers Defensive in der 22. Spielminute mit einem sehenswerten Angriff über die rechte Seite überlistet – das 1:0 war Tatsache. Der von seiner Sperre zurückgekehrte Rui Manuel Da Silva hätte nach einem langen Zuspiel von Iberdemaj nur eine Minute später mit seinem brandgefährlichen Abschluss beinahe den Ausgleichstreffer erzielt. Die ruhig und clever auftretenden Gastgeber reagierten jedoch postwendend und kamen praktisch im Gegenzug zum 2:0. Italiana’s langjähriger Goalgetter liess dabei seine Klasse aufblitzen und schloss technisch stark aus rund 16 Metern ab. Italiana hatte das Zepter nun fest in der Hand, es reihten sich Chancen um Chancen. Der sehr aufmerksame FCW-Torhüter Tschan oder Italiana’s mangelhafte Präzision im Abschluss verhinderten aber eine höhere Führung. Und so offenbarte sich Spielmacher S. Kastrati nach exzellenter Vorarbeit des neu verpflichteten Flügelspielers Da Silva Costa kurz vor der Halbzeitpause eine hervorragende Möglichkeit, welche aber ungenutzt blieb (42.).

 

Wyler musste sich im zweiten Umgang deutlich steigern, um noch an einen Punktgewinn denken zu können. Und dies gelang dem nun aggressiver und engagierter agierenden FCW besser. Nach einem gefährlichen Lattentüpfer von Italiana (51.) glich FCW-Stürmer Ramadani in Sachen Aluminium-Treffer aus. Sein Schuss aus aussichtsreicher Position prallte an den Pfosten (58.). Der technisch beschlagene Da Silva Costa machte es keine Minute später besser. Nach einem schnell vorgetragenen Angriff entwischte der filigrane Offensivakteur der ganzen Italiana-Abwehr, umkurvte den Torhüter und schob cool zum 2:1 ein (59.). Der zuvor lange Zeit blass und uninspiriert wirkende FCW schöpfte wieder Hoffnung und erhielt nun sogar Oberhand. In der 64. Minute sollte Wyler zur herausragenden Ausgleichsgelegenheit kommen, Topskorer Da Silva traf nach Vorlage Ramadani’s aber nur den Pfosten. Die in dieser Phase nachlassenden Gastgeber fingen sich jedoch wieder auf und kamen bis zur 80. Minute zu drei formidablen Tormöglichkeiten. Die vermeidliche Entscheidung fiel erst in der 83. Minute. Ein Italiana-Aussenspieler setzte sich nach einem Querpass elegant durch und netzte gekonnt zum 3:1 ein. Wyler gab aber nicht auf und kam nach einem schnellen Vorstoss durch Da Silva wieder auf ein Tor heran – 3:2 (84.). In der Schlussphase rieb sich der FCW dann ohne Glück, Durchschlagskraft und der notwendigen Klasse an der Italiana-Defensive auf, die knappe Auswärtsniederlage war nicht mehr abzuwenden.

 

Der FCW unterliegt bei AS Italiana vor allem nach einer offensiv harmlosen und defensiv äusserst fehleranfälligen ersten Halbzeit verdient mit 2:3. Damit steht unser Fanionteam auch nach fünf Meisterschaftsrunden ohne Punkte da. Mit Ausnahme mit der Partie gegen Köniz (1:4) verlor das Team dabei jeweils nur mit einem Tor Unterschied. Kleine aber entscheidende Details wie fehlende Cleverness, mangelhafte Chancenverwertung und phasenweise ungenügendes Zweikampfverhalten verhinderten bisher die ersten Punktgewinne. Mit harter Arbeit, Überzeugung, Charakter und Geduld wird der Mannschaft der sportliche Befreiungsschlag jedoch bald gelingen.

 

 

Fenni Jr.

 


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